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Sexberatung
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| Hat meine Mutter in Puncto Analverkehr
Recht? |
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Hallo Michelle, ich heiße Bettina und habe
drei Fragen an Dich!
Ich bin 32 Jahre, seit 8 Jahren Jahren verheiratet
und habe mit meinem Mann alle Sexvarianten mit Erfolg
und großem Spaß ausprobiert und genossen.
Da wir uns vor der Ehe gemeinsam auf Aids und andere
Geschlechtskrankheiten haben untersuchen lassen und
man uns bestätigte, keinerlei Krankheiten zu
haben, benutzen wir beim Geschlechtsverkehr keine
Kondome. Da wir auch nicht fremd gehen, besteht also
keine Gefahr einer Ansteckung!
In einem Gespräch mit meiner Mutter, in dem es
um sexuelle Fragen ging, gab meine Mutter mir Ratschläge,
von denen ich nicht weiß, ob sie richtig sind
oder nur aus übertriebener Vorsicht und falscher
Sichtweise entstanden sind!
Frage 1: Mein Mann und ich haben des öfteren
abends Analverkehr und er entlädt sich in meinem
Po. Da ich danach nicht immer zur Toilette gehe, bleibt
sein Sperma also mehre Stunden in meinem Darm. Mutter
meint, dies sei ungesund, dadurch würden die
Darmwände angegriffen. Sie benutzt nach dem Analverkehr
ein Klistier, um alles herauszuspülen. Ich sehe
da keine Gefahr, wer hat recht?
Frage 2: Während des Geschlechtsverkehrs wechselt
mein Mann des öfteren meine "Eingänge".
Wir wechseln oft zwischen oral, vaginal und anal.
Mutter meint, es sei gefährlich, nach dem mein
Mann meinen Po verlassen hat, meinen Mund oder meine
Vagina zu benutzen. Es würden dadurch Krankheitskeime
aus dem Po in die anderen Regionen übertragen.
Stimmt das?
Frage 3: Durch den des öfteren durchgeführten
Analverkehr benötigt mein Poloch eigentlich kein
besonderes "Schmiermittel" mehr. Ich befeuchte
das Glied meines Mannes oral und drücke dabei
so, als wäre ich auf der Toilette. Mein Schließmuskel
am After ist dann bereit, ohne Zutaten aufzunehmen.
Dadurch ergibt sich auch oftmals ein analer Quicky
in einer ungewohnten Umgebung (Auto, Toreinfahrt,
Rastplatz usw. ).
Nach Meinung meiner Mutter sollte immer ein Gleitmittel
benutzt werden, da sonst die Rosette und die Darmwände
zu sehr gereizt würden. Manchmal tat es mir auch
ein wenig weh und eine leichte Blutung trat ein. Ich
glaube, da hat Mutter recht, oder?
In der Hoffnung, eine Antwort von Dir zu bekommen,
verbleibe ich herzlichst
Bettina
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Antwort:
Hallo Bettina,
davon, dass das Sperma nicht im Darm
verbleiben darf, habe ich wirklich noch nie etwas gehört!
Aber Deine Mutter hat Recht! Ich habe gezielt nachgeforscht
und mehrere Hinweise gefunden, unter anderem auf einer
Homosexuellenseite diese Erklärung:
Die Analschleimhaut ist um etliches dünner als
die Vaginalschleimhaut und damit empfindlicher. Bei
jedem Analverkehr kommt es zu Mikroverletzungen. Sperma
eines anderen Menschen kann die Darmflora empfindlich
schädigen, weil jeder Organismus artfremdes Eiweiß
sofort abtöten will. Das belastet das Immunsystem.
Man lernt nie aus.. Andererseits sagt man aber auch,
dass kleine Reize des Immunsystems ganz gut sind. Ich
würde mir in der Hinsicht also keine allzu großen
Gedanken machen. Zu häufige Darmspülungen
sollen nämlich auch nicht gut sein.. Vielleicht
spritzt Dein Mann Dir künftig hin und wieder mal
AUF den Po?
Auch im zweiten Fall hat Deine Mutter
Recht. Man sollte keinesfalls die Eingänge wechseln.
Der Verdauungstrakt mag noch mit den recht aggressiven
Darmbakterien fertig werden, aber an den inneren Geschlechtsorganen
vor allem an der Gebärmutter können die Darmbakterien
irreparablen Schaden bis hin zur Unfruchtbarkeit anrichten.
Am einfachsten könnt ihr diesem Problem mit dem
Benutzen eines Kondoms (auch wenn ihr es eigentlich
nicht braucht) begegnen, das Dein Mann einfach flott
abstreift, wenn er seinen Penis in Vagina oder Mund
stecken möchte. Das ist zwar vielleicht eine kleine
Umstellung, aber dürfte im Grunde nicht allzusehr
lustkillend sein.
Ja, und was soll ich sagen bzw. schreiben?
Deine Mutter hat auch im dritten Fall Recht.. vielleicht
sollte ich sie als Co-Autorin engagieren ;-))
Kleine Verletzungen entstehen immer, aber sobald es
richtig blutet, wird es gefährlich. Da die Darmbakterien
sehr aggressiv sind, können sie böse Entzündungen
bis hin zu Blutvergiftungen verursachen, wenn sie sich
in einer offenen Wunde einnisten.
Ihr müsst ja nun nicht unbedingt immer eine Tube
Gleitgel mitschleppen, aber für den heimischen
Analverkehr wäre es schon gut, wenn Ihr Deinen
Darm nicht zu sehr strapaziert.. Im Extremfall, und
das ist das, wo im Grunde alle Angst vor haben, kann
durch eine solche Verletzung der Schließmuskel
teilweise erlahmen. Und ich muss Dir sicherlich nicht
sagen, was das bedeutet.
Viel Spaß noch und schöne
Grüße an Deine Mutter *g*
Michelle |
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